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Das Gehirn
ist Ausgangspunkt verschiedenster neurologischer Erkrankungen und Symptome.
Neben Erkrankungen durch Zellfunktionsstörungen und Zelluntergang, wie
z. B. die Parkinson'sche Erkrankung oder die Alzheimer'sche Erkrankung,
spielen entzündliche Erkrankungen, wie z. B. die Neuroborreliose oder
immunologisch vermittelte Erkrankungen, wie z. B. die Multiple Sklerose,
gefäßbedingte Erkrankungen, wie z. B. Schlaganfälle unterschiedlicher
Ursache, primäre oder sekundäre Hirntumore, Epilepsien und vor allen auch
Kopfschmerz-Syndrome und Migräne eine große Rolle.
Zur Diagnostik und Abklärung dieser Erkrankungen werden von mir neben
der körperlichen neurologischen Untersuchung auch die nötigen laborchemischen
und technischen Untersuchungen wie Elektroencephalogramm (EEG) und evozierte
Potentiale (VEP, AEP) in meiner Praxis durchgeführt. Bildgebende Verfahren
wie Röntgen, Computertomografie, Kernspintomografie und Ultraschalluntersuchungen
der Gefäße werden von mir in enger Zusammenarbeit mit den durchführenden
Kollegen kurzfristig veranlaßt.
Eine insbesondere zur Abklärung entzündlicher Erkrankungen des zentralen
Nervensystems notwendige Untersuchung ist die des Liquors (auch Gehirnwasser
oder zerebro-spinale Flüssigkeit genannt).
Die hierzu notwendige Lumbalpunktion wird von mir unter bestimmten Bedingungen
ambulant in meiner Praxis durchgeführt. Die Wahrscheinlichkeit des Auftretens
eines postpunktionellen Kopfschmerz-Syndromes, das von den Betroffenen
sehr gefürchtet wird, ist hierbei unter der Verwendung besonderer Punktionsnadeln
sehr gering.
Nach der genauen diagnostischen Abklärung werden die notwendigen therapeutischen
Maßnahmen soweit wie möglich ambulant durchgeführt, so z.B. Antibiotika-Infusionen
bei dem Vorliegen einer Neuroborreliose oder auch die Cortison-Infusions-Therapie
zur Behandlung eines akuten Schubes einer Multiplen Sklerose. Durch kollegiale
Zusammenarbeit sind auch an den Wochenenden diese Infusionstherapien durchführbar.
Gerade im Bereich der Therapien der Multiplen Sklerose wurden in den letzten
Jahren neue fortschrittliche Therapiemöglichkeiten entwickelt, die ich
schwerpunktmäßig durchführe. Hier steht die Behandlung mit Beta-Interferonen
(Avonex®, Betaferon®
oder Rebif®) und Copolymer-I (Copaxone®)
sowie im Einzelfall auch mit intravenösen Immunglobulinen im Vordergrund.
Diese Therapiestrategien können die Multiple Sklerose nicht heilen, sie
können jedoch den Krankheitsverlauf nachweislich verlangsamen und stabilisieren.
Mein Ziel ist es, die erforderlichen diagnostischen Maßnahmen und die
Therapie für den Patienten/ die Patientin so wenig belastend wie möglich
und vor allem auch ambulant durchzuführen.
Fortschritte haben sich in den letzten Jahren auch in der medikamentösen
Behandlung der Alzheimer Demenz, der Parkinson'schen Erkrankung und des
Restless legs-Syndromes ergeben. Auch wenn diese neuen Therapieansätze
teuer sind und zu einer Überschreitung des Medikamentenbudgets führen
können, halte ich diese Therapieansätze für sinnvoll und nach der erforderlichen
diagnostischen Abklärung (einschließliche Durchführung von Leistungstests)
für medizinisch begründet und notwendig!
Die Erkrankungen der peripheren Nerven wie Polyneuropathien verschiedenster
Ursachen oder Schädigung einzelner Nerven durch Druck, wie z. B. beim
Bandscheibenvorfall oder auch bei Engpaß-Syndromen wie beim Carpaltunnelsyndrom
sowie muskuläre Erkrankungen spielen in der Diagnostik und in der Einleitung
der notwendigen Therapiemaßnahmen ebenso eine Rolle, wie die Behandlung
der sich hieraus ergebenden verschiedensten Schmerz-Syndrome.
Im Übergangsbereich zwischen körperlichen und psychischen Krankheitsursachen
und derenAuswirkungen stehen verschiedenste Schmerzerkrankungen, autoimmunologische
Erkrankungen und verschiedene rheumatische Bindegewebs- und Gefäßerkrankungen,
die sich ihrerseits wiederum auf das Gehirn und seine Funktion auswirken.
Auch hier werden die erforderlichen diagnostischen und therapeutischen
Maßnahmen auch unter Berücksichtigung der psychodynamischen Zusammenhänge
von mir durchgeführt.
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